Bitteres Aus in der zweiten Runde

Quelle: NWZ, Autor: Markus Munz

Nach einer temporeichen Partie mit vielen Chancen setzte sich der TSV Wäschenbeuren in der Kreisliga-Relegation 2:1 (1:0) gegen den TSV Eschenbach durch.

Die Fußballer des TSV Wäschenbeuren dürfen weiter von der direkten Rückkehr in die Staffel 3 der Kreisliga A träumen. In der zweiten Relegationsrunde setzte sich die Mannschaft von Trainer Dieter Taller knapp und etwas glücklich mit 2:1 gegen den TSV Eschenbach durch und fordert in einer Woche den A3-Viertletzten SSV Göppingen zum entscheidenden Spiel heraus.

Am Samstag bedurfte es vor 600 Zuschauern im Bad Boller Erlengarten auch einer Portion Fortune für den TSV Wäschenbeuren, denn die Eschenbacher um Spielertrainer Lukasz Soberka überboten sich gegenseitig im Auslassen klarster Torchancen. Gleich in der Anfangsviertelstunde brannte es mehrmals lichterloh im Wäschenbeurener Strafraum. Die beiden Außenstürmer des TSV Eschenbach, Mathias und Markus Aust, wurden immer wieder geschickt von Soberka in Szene gesetzt und waren kaum zu halten. Torwart Bruno Drotleff entwickelte sich zu Wäschenbeurens bestem Akteur und rettete mehrfach gegen frei auftauchende Eschenbacher.

Der TSV Wäschenbeuren konnte anfangs nur reagieren, hätte aber in der 10. Minute beinahe von einem Ausrutscher von Florian Bayer profitiert, doch Marcel Lechleitner scheiterte an Eschenbachs Keeper Dominik Holzheu, der weit weniger im Blickpunkt stand als sein Gegenüber.

In der 33. Minute hatten die Eschenbacher Fans wieder einmal den Torschrei auf den Lippen, doch Mathias Aust traf nach einem Querpass von Soberka den Ball nicht richtig. Im direkten Gegenzug setzte sich Wäschenbeurens Torjäger Marcel Waibel über die rechte Seite durch und traf mit einem satten Schuss zur 1:0-Führung. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Soberka Torhüter Drotleff schon überwunden, doch Felix Mezger rettete spektakulär auf der Linie die Halbzeitführung.

Erst Felix Steiger im Nachsetzen brach endlich den Bann für Eschenbach und glich in der 50. Minute zum 1:1 aus. Nur zwei Minuten später war Mathias Aust auf und davon, scheute aber allein vor Drotleff den Abschluss und versuchte stattdessen auf Bruder Markus querzulegen, doch die mitgelaufenen Abwehrspieler konnten die Gefahr bereinigen.

Insgesamt bekam Wäschenbeuren das Spiel danach besser in den Griff, auch weil der TSV Eschenbach, der erst am Mittwoch in der ersten Runde den SV Ebersbach II ausgeschaltet hatte, dem Anfangstempo Tribut zollen musste. Nachdem einmal mehr Mathias Aust im direkten Duell an Drotleff gescheitert war (73.), kam es wie es kommen musste. Nach Vorarbeit von Marcel Waibel bugsierte Sturmpartner Steffen Schuster acht Minuten vor Schluss den Ball im Fallen irgendwie über die Linie.

„Fußball ist nicht immer gerecht“, haderte Eschenbachs Spielertrainer Lukasz Soberka mit dem Aus im zweiten Relegations-Auftritt, „ich denke, jeder hier hat heute gesehen, dass wir es verdient gehabt hätten. Die Chancen waren da, aber enttäuscht bin ich nicht, weil meine Mannschaft eine starke Leistung gezeigt hat.“

Dieter Taller pflichtete seinem Trainerkollegen bei: „Fußball kann manchmal ungerecht sein. Wir hatten in dieser Saison auch schon öfter Pech, heute haben wir eben Glück gehabt. Respekt vor der Leistung von Eschenbach, aber letztlich zählt halt das Weiterkommen.“

TSV Wäschenbeuren: Drotleff – Immig (72. Mack), Mezger, Knödler, Heer – S. Lechleitner, Bayer (91. Engel), Rummel, M. Lechleitner – Schuster (83. Koch), Waibel.

TSV Eschenbach: Holzheu – Streckel, Schäfenacker, Troschke (83. Yilmaz), Maier (75. Schick) – Wirth (68. Aichele), Kottke – Mathias Aust, Steiger, Markus Aust – Soberka.

Schiedsrichter: Riccardo Migliozzi (Weilheim/Teck).

Tore: 1:0 Waibel (34.), 1:1 Steiger (50.), 2:1 Schuster (82.).

Zuschauer: 600.